Liebe Leserinnen und Leser,
jetzt ist offiziell, was schon lange bekannt ist:
ab 1. September treten meine Frau und ich die Pfarstellen Altenritte-Großenritte (ganze Stelle, meine Frau) und Großenritte (halbe Stelle, ich) an. Wir werden dann mit der Kollegin Ulrike Joachimi zusammenarbeiten. (3/4 Stelle Großenritte).
Am 31. August scheide ich aus meinem jetzigen Amt aus.
Ich hoffe doch sehr, dass ich als evangelischer Pfarrer nicht erklären muss, warum ich in die Gemeindearbeit zurück will.
Ich finde - mehr denn je - dass der Erklärungsdruck in die andere Richtung gehen muß.
Auch wenn ich mich immer fremd gefühlt habe in der Aufgabe, wie sie sich mir recht bald darstellte:
Ich nehme aus den 2 1/2 Jahren viel mit.
Mein Verständnis von Kirche hat sich entscheidend erweitert. Ich habe das Landeskirchenamt als einen enormen Kompetenzcluster kennengelernt, der unter den Veränderungen genauso leidet wie die Gemeinden. Viele arbeiten am Rande der Erschöpfung, aber mit einer sehr hohen Motivation und wenig Wertschätzung von Außen. Das hat mich beeindruckt und geprägt.
Mit diesem Wissen jetzt die großen Herausforderungen für die Arbeit in der Gemeinde anzunehmen, sehe ich als eine tolle Aufgabe an.
Wer sich den Veränderungen der nächsten Jahre nicht stellt, wird verschwinden. Wer sie entschieden angeht, wird neue Kräfte gewinnen. Das ist die Verheißung, und das ist auch organistationstheoretisch einsichtig. Die Kirche, die mich in Pension schicken wird, wird sehr anders sein, als die Kirche, die mich eingestellt hat. Und wisst ihr was: Ich finde es gut, dass es so ist. Knappheit ist mühsam, nervig und anstrengend. Der Kirche aber tut sie gut. Der Überfluß hat ihr geschadet.
Ich freue mich sehr, dass es geklappt hat. Das Bewerbungsverfahren war sehr langwierig und mühsam, und ich bedanke mich hier schon einmal bei allen, die es unterstützt und mitgemacht haben, das gilt besonders auch für die damit befassten Kirchenvorstände und die Kirchenleitung.
Für den Blog wird das eine enorme Wiederbelebung bedeuten.....
Klasse! Herzlichen Glückwunsch und den Segen des Höchsten...
AntwortenLöschenNebenbei: Für Orga sind Sie -lieber Herr Kupski- m.E. viel zu schade!
Homiletisch versteht sich!
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