Im Jahre 40 nach dem Tod Michel Foucault sollte jede theologische Dogmatik mit dem Thema Macht beginnen. Um sie geht es. Ausschliesslich. Wohin es führt, wenn Theologie ihr Thema verfehlt, dürfte jetzt jedem deutlich sein: aus Macht wird Gewalt (das ist nämlich nicht dasselbe). Am Grunde einer torkelnden Kirche waltet eine Glasperlendpieltheologie, die den ontologischen Impact des Holocaust - und warum er eine deutsche Geschichte ist - nie wirklich verstanden hat: abgründige, ressentimentgeladene Naivität gegenüber der Macht in einem Masse, die Nietzsches Kritik wie ein vorsichtiges „Moment mal!“ erscheinen lässt.
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