Wirkungsgeschichtlich kann man schon sagen, dass das westliche Christentum auf den beiden Säulen Augustinus und Anselm ruht - allerdings beide grotesk missgedeutet. Eine besonders krasse Missdeutung findet sich bei Luther - woraus aber eine korrigierte Interpretation folgte. Die wiederum fehlinterpretiert wurde. Und so weiter. So funktioniert das.
Der Tiefsinn von gestern ist der Schwachsinn von morgen, weil Theologie, wie jede Wissenschaft, auch Machtinteressen dient. Darum muss man gerade auch die Missinterpretationen intensiv studieren - um sie hinter sich lassen zu können. Denn bei kaum einer anderen Wissenschaft ist Denkfaulheit so gefährlich wie in der Theologie, sie endet immer in Gewalt.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen