Montag, 7. August 2023

Urlaubsgedanken

 So eine Zeit des Gammelns, sich Gut-gehen-lassens, Schlafens, Wanderns und dergleichen mehr ist manchmal auch eine Zeit der Gärung - und in mir gärt es gerade sehr.

Ich verbringe viel Zeit mit Lesen und Recherche, Updates meiner Kenntnisse und Skills, gehe Themen und Diskursen nach, mache Notizen, Exzerpte, Blogbeiträge - aber wofür eigentlich noch? Meine Themen sind inzwischen ganz offensichtlich abseitig, meine Skills so wenig gefragt, weil in der Nische „Digitalisierung“ verortet, die wirklich fast niemanden interessiert und wo ich deutlich spüre: wir haben ein Momntum verpasst, das Thema nervt, weil es auch schlechtes Gewissen erzeugt. Ich habe in meinem gesamten Dienstleben zusammen nicht mit soviel Aggression zu tun gehabt, wie auf dieser Stelle. Das macht auch müde, bei aller Freude über definitiv Erreichtes (und das ist gar nicht wenig).

Und so viel werde ich in den kommenden 2 1/2 Jahren auch nicht mehr reissen, zumal die Digitalisierung somit den diversen Reformprozessen verknüpft ist, dass sie sich mit ihnen, nun ja, sich zunehmend verlangsamt - an die Stelle kontinuierlicher Prozesse werden diskontinuierliche Brüche treten, die für planvolles Handeln wenig Zeit lassen werden, zumal nur wenige wirklich hinschauen.

 Wird es Zeit, die Denkfabrik stillzulegen und Anderes zu tun? Ich bin da mit mir im Reinen: mein Rückblick fällt gut aus, ich habe meinen Teil getan, mal so, mal so. 


Aber jetzt kommt doch das Gefühl: Ich häufe hier quasi inneren Papiermüll an. 

Und die Zeit wird schon knapper und kostbarer. Unter der „Weisheit des Alters“, das beginne ich, älter werdend zu verstehen, pocht auch Panik. Es hat Gründe, warum Rentner*innen „keine Zeit“ haben….

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen