Samstag, 8. Juli 2023

Viriles Paradox

Männer haben eine Welt gebaut, in der gerade diejenige Männlichkeit, die aggressiv, narzisstisch und viril für den Bau dieser Welt treibend war, anfängt, toxisch zu werden. Was sie noch toxischer macht. Die Revolution frisst auch hier ihre Kinder - nur, dass die bis sn die Zähne bewaffnet, mit privilegiertem Zugang zur Macht und tief gekränkt, zurückschlagen. Das ist keine „Dialektik“ - das ist pure Evolution. Dysfunktionalität mangels Anpassung. Ein Paradoxon zweiter Ebene: die krassesten Vertreter einer pseudo-darwinistischen Selektionsideologie fallen ihr als Erste zum Opfer, der sogenannte kleine Mann auf der Strasse, dem vorgegaukelt wird, er habe mit seinen virilen Ressentiments gegen Frauen, Fremde und Fremdartige Recht - in einem Staat, der genau darauf beruht, dass es eben gerade nicht so ist. Männlichkeit wird zu einem globalen Problen. 

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