Hände sind für KI-Bildgeneratoren eine enorme Herausforderung, daran erkennt man ki-Pics ziemlich gut. Was bemerkenswert daran ist: Hände sind auch für menschliche Maler eine Herausforderung, und selbst bei wirklich großen Meistern sieht man schon mal merkwürdige Wurst-Klauen. Es ist, als stünden Hände für das, was KI und Kunst nie wirklich habe können: physische, organische Aura. Es gilt, W. Benjamins Begriff des Auratischen von den Beinen wieder auf den Kopf zu stellen…nur so bekommen wir auch „Kirche“ wieder in den Blick. Das Physische, die physische Präsenz reicht nicht. Es braucht auratische physische, organische, leibhaftige Präsenz. Ein zutiefst theologischer Begriff. Vielleicht kann Theologie ganz besonders gut dazu beitragen,zu verstehen, was KI/AI ist? Natürlich nur, wenn sie das Thema jenseits von moralischen Fragen angeht. Die sind zweitranging gegenüber der Frage, ob KI auratisch werden kann (und damit nicht bloß „bewusstseinsfähig“, sondern „geistfähig“ - als Körper. Als Hände, die berühren.
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