Merkwürdig: Sloterdijk macht den (gelegten) Waldbrand zur Metapher für die verpnglückte Moderne, New York erstickt im Rauch und Samstag geht die Götterwelt im grossen Brand der Weltesche in Kassel unter. Wie sich Themen manchmal verdichten…
„ Die pyrotechnisch ermächtigten Menschen werfen unendlich größere Mengen an Brennstoffen ins Feuer, als anfangs als »hyletische« Masse in Betracht kam. Über ihren gesammelten offenen Feuerstellen, ihren Motoren, ihren Hochöfen, ihren Bohrlöchern, ihren Kraftwerken, ihren Kaminen, ihren Schlachtfeldern, ihren brennenden Unfallstellen sammeln sich Rauchwolken, die alles andere als Gutes bedeuten. Die Wolken verdichten sich so sehr, daß sie den Bestand der Welt, wie Götter und Menschen sie bisher kannten, im ganzen in Frage stellen. Sloterdijk, Prometheus, 32 „ Kein »energetischer Imperativ«, weder in der Wilhelm-Ostwaldschen Version von 1912 (»Verschwende keine Energie, nutze sie!«) noch in der Hermann-Scheerschen Fassung von 2010 (»Die Umstellung auf erneuerbare Energien zu 100 Prozent ist in der Reichweite des politischen Willens«), kann bis auf weiteres die große Ekpyrosis (die von Heraklit und den Stoikern sowie in der germanischen Mythologie gelehrte Wiederauflösung der Welt im Feuer) aufhalten. Das Erlöschen des Mega-Feuers wird auch in den kommenden Jahrzehnten verhindert durch den Kohlehunger von Großnationen wie China, Indien und den USA sowie zahlreicher Schwellenländer.„ 52
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