Sonntag, 25. August 2013

Übergänge

Als ich vor mehr als zwei Jahren das Amt des Pressesprechers/Leiters ÖA antrat, habe ich nächtelang nicht geschlafen, aus Respekt vor der Aufgabe. Nach wenigen Wochen wusste ich schon, dass es ganz schwierig wird. Und nach einem Jahr brach ich zusammen. Ich war angetreten, weil ich das Zutrauen hatte, dass die Aufgabe bewältigbar ist, wenn ich Zeit habe, mich einzuarbeiten und das Aufgabengebiet das ist, als das es mir begegnete. Es kam anders.
Jetzt bin ich froh, entronnen zu sein. Was mich aber doch etwas bitter und traurig macht ist, dass ich jetzt schon zum dritten Mal eine Stelle verlasse, weil die Arbeit nicht passt oder die Umstände sich gegen mich gewendet haben.
Ich spüre, das mich das verunsichert. Heißt es nicht, bei als 2mal ist es ein Muster? Und ist es nicht, dass wenn einem ein Muster begegnet, man selber der Verursacher ist?
Und schließlich sass ich heute in einem Gottesdienst, der zwar nicht schlecht war, aber eben doch einer von der Sorte, bei der ich dachte: Kein Wunder, dass uns keiner für voll nimmt.

Werde ich das gut könne, was ich einmal gut konnte? Oder haben mich die Erfahrungen so weit verändert, dass ich nicht mehr so frisch und klar bin, wie ich einmal war?

Ich bin gespannt. Das wird eine spannende Woche des Überganges: Und zwar komplett ohne Pause.

Ist vielleicht gut so.
Warum ich das geschrieben habe?
Damit ich in einem Jahr noch einmal nachlesen kann, wie es war.

Morgen kommt die Ansprache. Deren kristalline Schärfe erschreckt mich etwas.

Ich bin gespannt.

Seltsamerweise: ich schlafe in letzter Zeit so gut wie selten zuvor.

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