Dienstag, 15. Oktober 2019

Matrix


Mal für sich ankreuzen. Und für Menschen, die man kennt. Und für das, was man gar nicht erträgt....für Anregungen, Fortschreibungen etc. dankbar.
Es fehlt eine dritte Ebene: Verhältnis zur Heiligen Schrift. Die alles entscheidende Frage, wenn ich recht sehe.

Anarchistisch
Revolutionär
Progressiv
Liberal
Konservativ
Reaktionär
Völkisch
Faschistoid









Fundamentalistisch








Evangelikal








Trad. pietistisch








Trad. fromm








Konfessionell








Liberal








„Befreiungstheologisch“








Säkular christlich


Freitag, 29. März 2019

Arabisch Lehrbuch und Hilfsmittel

Wen es interessiert: In Göttingen (einem historischen Hotspot der Arabistik/Orientalistik) wird verwendet:

G. Krahl, W. Reuschel, E. Schulz, Lehrbuch des modernen Arabisch; Leipzig, 2015². Ein sehr anspruchsvolles Lehrbuch, das keine begleitende Grammatik braucht und von Anfang an auf philologische Kompetenz zielt. Sprechen spielt nur als Element der Grammatik eine Rolle, es wird schon nach zwei Kapiteln nur noch unpunktiert gelesen - die eigentliche Herausforderung und sicherlich die schwerste Hürde; denn das Lesen der unpunktierten (also ohne Vokale und Lesehilfen) geschrieben Texte setzt eine hohe Grammatikkompetenz voraus: die Vokale sind die Träger der grammatischen Funktionen, die Konsonanten der semantischen.
Das hängt mit dem arabischen Wurzelsystem zusammen. Das ist ein sehr abstrakter Anmarschweg, der aber auf der anderen Seite sehr schnell eine hohe grammatische Kompetenz erzeugt. Doch am Ende steht das stumme Lesen des Schreibtisches. Ich werde sehen, ob es möglich ist, noch einen ganz normalen Arabisch-Sprachkurs zu belegen, der gelegentlich auch angeboten wird.

Ich verwende zusätzlich die Grammatik von E. Schulz, Modernes Hocharabisch, Grammatik, Wiesbaden 2005, die eher wie ein Handbuch aufgebaut ist (und nicht als Lehrbuch).

Das Standardwörterbuch für das Hocharabische ist Hans Wehr, Arabisches Wörterbuch, Arabisch-Deutsch, das konsequent auf den dreikkonsonantigen Wurzeln aufbaut. Um es verwenden zu können, muss man in das Arabische schon recht tief eingedrungen sein; hier waren meine Hebräischkenntnisse unschlagbar; das können die meisten Studenten erst sehr spät. Ich kann mich in diesen Buch richtig versenken: Jede Wurzelvariante ist wie eine kleine Enzyklopädie mit oft sehr überraschenden semantischen Volten und Verknüpfungen.

Unverzichtbar sind Konjugationstabellen (die wahre Metaphysik des Arabischen, die arabisch native Speakers meiner Tandems erstarrten vor Ehrfurcht vor der Komplexität ihrer eigenen Sprache, die ihnen zwar bewußt ist, aber in ihrem Ausmaß nicht vor Augen stand, wenn ich ihnen das Buch zeigte). Ich verwende:
Nabil Osman, Konjugationslexikon arabischer Verben. 160 Tabellen bieten tausende (keine Übertreibung!) von Möglichkeiten, etwas so falsch zu machen, dass man kompletten Unsinn redet oder liest.

Zweite Großbaustelle sind die unregelmäßigen Plurale, die die allermeisten Nomen (oft in mehrfacher Gestalt!) bilden: Nabil Osman, Lexikon gebrochener Plurale im Arabischen, München, 2004. (ein merkwürdiges Phänomen. Das Verbsystem ist zwar hochverzweigt, aber absolut logisch und völlig ohne Ausnahmen, dafür spielen die Nomen völlig verrückt. Die Regeln der Pluralbildung sind derart komplex, dass sie bis heute nicht völlig ausgeforscht sind. Das ist für linguistischen Psychologie sicherlich ein gefundenes Fressen. Denn was drückt sich darin aus? Man könnte, vom grammatsichen System der Wurzeln her, mit Leichtigkeit regelmässige Plurale von jedem beliebigen, sogar erfundenen Wörtern bilden, die jeder sofort verstünde.  Warum also hier so eine hohe Devianz?)

Daneben stottere ich mich durch allerlei Lernhilfen, wie z.B. Claudia Ott, Erste arabische Lesestücke, dtv 2017; das Büchlein ist übrigens auch interessant für jemanden, er nur mal einen Eindruck bekommen möchte, wie Arabisch so funktioniert: Unpunktierte kleine traditionelle Texte aus allen Gebieten des Lebens und der Literatur, mit Umschrift und Übersetzung.

Das alles aber ist Hocharabisch!Also sagen wir mal: reines Lutherdeutsch, Stand 19. Jahrhundert. Die Umgangsprache ist inzwischen,  vor allem durch Al Dschasira, eine Art heruntergebrochenes klassisches Arabisch, das von der Elaborationshöhe aber immer noch einem sehr anspruchsvollem Hochdeutsch entspricht. Man kann davon ausgehen, das viele Native-Speaker dem kaum völlig folgen können. (Trotzdem sind die alle sprachverrückt, weil Sprache und Musik die arabische Kunst schlechtin sind. Alle arabisch Sprechenden sind Poeten, irgendwie, die Sprache verlockt auch dazu.)

Für die tatsächliche Umgangssprache gibt es allerhand Sprachführer - gerade nordafrikansches Arabisch ist vom Hocharabischen schon sehr weit weg, in der Levante hat sich inzwischen ein ganz eigenes Konjugationsmodell entwickelt, dass, wie so oft, der Vereinfachung dient. (Man kommt im Grunden mit Partizip plus Pronomen überall durch).

Koranarabisch entspricht Lutherdeutsch des 16. Jahrhunderts. Nur: Jeder halbwegs in seiner Sprache beheimatete Native-Speaker versteht Hocharabisch, weil er natürlich mit Koranarabisch großgeworden ist. Also: Ich kann mich mit Hocharabisch verständlich machen, antwortet man mir aber nicht auf Hocharabisch oder wenigstens Al-Dschasira-Arabisch, verstehe ich selbst einfachste Sätze nicht. Nicht zuletzt auch deswegen, weil Arabisch, ähnlich wie Französische, konsequent in Ligatur gesprochen wird. Immerhin erkenne ich inzwischen die Wortgrenzen.

Arabische Zahlen sind from hell. Ergebnis: In der Umgangsprache werden die Kardinalzahlen einfach gereiht. Das aber bedeutet maximale Ungrammatikalität: weiß man nicht, wovon die Rede ist, kann man keine Bezüge herstellen. Mal abgesehen davon, dass die arabischen Ziffern verwirrenderweise von links nach rechts geschrieben werden und auch so gesprochen werden - wie im deutschen aber mit Inversion in den 10ern (ein-und-zwanzig). Die Zahlen sind durch Genetivverbindungen verkoppelt, das Geschlecht ist invers (Frauen werden männlich gezählt, Männer werden weiblich gezählt): das ist der Hammer, zumal die höhren Zahlen Nomen sind, die auch noch ein eigenes Geschlecht haben!

Diese Frustration muss man aushalten, sagte man mir, mit der Zeit (Jahre!) erwirbt man die Kompetenz. Nun.

Videos gucken mit Untertiteln? Dafür muss man die unpunktierte Schrift schnell lesen können. Hermeneutischer Zirkel, diabolische Variante.

Studiensemester Göttingen

Ab dem 15. April 2019 werde ich im Sommersemester in Göttingen ein Studiensemester absolvieren. Ich werde dort am Kulturwissenschaftlichen Zentrum meine Arabisch-Kenntnisse verbessern. Das bedeutet: ein vierstündiger Sprachkurs, ein vierstündiger Grammatikkurs und zwei zweistündige Tutorien: das eine begleitet die Übung, das andere die Grammatik (vor allem aber flüssig Lesen und Schreiben). Dazu nehme ich noch an der Vorlesung von Prof. Laube über Karl Barth teil und schaue mal, welche Seminare für mich noch interessant sind (und zeitliche vereinbar). Ich bin darauf sehr gespannt. Ich werde sogar in Göttingen wohnen, anfangs habe ich ein Zimmer im Stift, dann im Tagungshaus der lutherischen Gemeinde. Ich werde auf diesem Blog darüber berichten.

Warum Arabisch? Als ich vor 3 Jahren für den Bericht des Bischofs über "Barmherziger Gott" anfing, Material zu sammeln, wurde mir recht schnell deutlich, dass ich in den Islam nur dann wirklich "hineinkomme", wenn ich wenigstens eine basale Kompetenz zum Lesen und Verstehen des Arabischen erlange. Der Koran ist ein "arabisches Buch", und vieles bleibt ohne Arabischkenntnisse verschlossen. Das bestätigte sich schon sehr schnell. Leider konnte ich in Kassel nur einen Arabischkurs am Sprachenzentrum belegen, der mich über zwei Semester bis A 1.2. führte. Das ist, bei einer Sprache wie Arabisch, geradeso das Niveau, das man in der fünften Klasse in Englisch erreicht! Ich war sehr froh, dass ich über das Hebräische, in dem ich noch recht firm bin, weil ich es über die Jahre im Pfarramt immer gepflegt habe, mit einer semitischen Sprache vertraut bin, es ist, glaube ich, keine Herabsetzung, wenn ich sage: biblisches Hebräisch ist "Arabisch light", was natürlich mit dem begrenzten und abgeschlossenen Sprachraum zusammenhängt, in dem sich das bewegt. Trotzdem merkte ich im Vergleich mit den anderen Kommilitonen, die ab ovo lernten, dass ich da einen klaren Vorteil hatte. Gleichwohl schmolz der schnell zusammen. Ich bin jetzt an dem Punkt, wo ich es aufgegeben habe, Arabisch als current language zu lernen, das werde ich über die basalste Kommunikation (Wetter, Essen, Befindlichkeit) nicht hinauskommen. Aber eine philologische Kompetenz, die mir kollationierendes Lesen erlaubt, sollte drin sein. Ich bin selbst gespannt, wie weit ich kommen werden. Ich hatte im Sommersemester 2018 schon einmal am Arabisch II-Kurs teilgenommen, musste ihn aber abbrechen, weil die berufliche Belastung (trotz halber Stelle) zu hoch war und ich es nicht schaffte, die Lücken aufzufüllen, die sich immer weiter öffneten. Das sollte jetzt besser möglich sein. Aber im Selbststudium komme ich auch nicht recht weiter, da ich keine Kontrollmöglichkeiten habe und ich mir lieber nichts falsches beibringen möchte.


Warum studiere ich nicht mehr Theologie? Nun, meine jetzige Beschäftigung als Theologischer Mitarbeiter im Büro des Bischofs (aka Referent für Inhalte) führt dazu, dass ich permanent die neueste theologische Literatur wahrnehme und auch so viel wie möglich davon wenigstens kursorisch lese. Ich habe da nicht so eine Lücke, wie sie sich normalerweise nach 30 Jahren Pfarramt einstellt. Freilich: das akademische Gespräch kann ich nur rudimentär führen.Ich bin beim Theologiestudieren vor allem drauf gespannt, wie sich das Studium verändert hat - ich habe gelegentlch Protokoll geführt bei Examina und für meinen "Chef", der ja auch Professor an der Uni Kassel ist, Arbeiten vorkorrigiert. Da fiel mir doch das eine oder andere auf. Die Vorlesung bei Laube interessiert mich vor allem deswegen, weil ich in den letzten Jahren bemerkt habe, dass es eine neue Annäherung an Karl Barth gibt, die meiner Lektüre deutlicher entspricht als das, was ich in meinem Studium (1979-1985) gelernt habe (ich bin da immer schon etwas eigene Wege gegangen - darüber auf diesem Blog en passant noch mehr).

Lieder kann ich an dem Seminar bei H.M. Heinig über Carl Schmitt nicht teilnehmen, weil es nicht in meinen Stundenplan passt. Das ist sehr schade, denn auch Carl Schmitt gehört zu denen, die ich immer mal wieder auf dem Schirm hatte, und der jetzt, keineswegs zu meinem Wohlgefallen, wieder fröhliche Urständ feiert, weil der allgemeine Rechtsruck auch hier neue Aufmerksamkeit erzeugt (und manche Argumentationen sind "Schmittig", ohne das die Debattierer das wissen). Außerdem bin ich überrascht, welche Rolle Schmitt z.B. für Agamben (Ausnahmezustand!) und andere französiche Theoretiker (Latour!) spielt. Schade. Vielleicht findet sich ja ein Weg, es doch irgendwie hinzubekommen.

Fortsetzung folgt.

Sonntag, 30. August 2015

Samstag, 29. August 2015

Der Elfeinbeinturm als Rettungsinsel



Nun bin ich seit ziemlich genau 14 Tagen im Urlaub. Und wie fast immer, halte ich mich in dieser Zeit im Internet sehr zurück. Ich lese nur, schreibe kaum, wenn, dann höchsten ein paar persönliche Anmerkungen oder Rückmeldungen. Nun bin ich ja vor einigen Wochen wieder bei Twitter eingestiegen, habe wieder einige Newsletter abonniert, lese Blogs usw. usw. Und ich merke, wie es mich verbittert, was ich da lese. Zu tief ist der Einblick in die Abgründe - oder besser gesagt: Wüsteneien - der menschlichen Seele, oder wie immer man das nennen soll, was uns angeblich von Tieren, Pflanzen und Mineralien unterscheidet. Gerade die sog. "Flüchtlingsproblematik" hat eine Myriadenfülle von Buchstaben ins Universum gesendet - und mir fast eine handfeste Depression beschert. Wichtige Anmerkung: ich stamme aus einer "Flüchtlingsfamilie". Ich kenne die Geschichten von Diffamierung, Misstrauen und Ausgrenzung, die damals sogar "Deutsche" von "Deutschen" erfahren mussten. Ich bin bei dem Thema nicht unbetroffen naiv. Was die die Situation damals freilich von der heutigen unterscheidet: es ging allen gleich schlecht. Ich denke, die hohe soziale Ungleichheit auf insgesamt mit damals verglichen hohem Niveau macht es uns im Moment so schwer. Uns fehlt die Fantasie für das Elend.

Doch zurück zum Gedanken:

Werden wir jemals im öffentlichen Diskurs zu jener mittleren Temperatur zurückkehren, die einmal ein Markenzeichen für deutsche Politik und Öffentlichkeit war? Wer das jetzt als Gartenzwergsehnsucht und apolitisches Gelehrtentum meint verstehen zu müssen, braucht nicht mehr weiterzulesen.

Aber auch wer meint, dass damit den "bestehenden Verhältnissen" das Wort geredet werden, liegt falsch.

Doch wie soll es in einem derart aufgeheizten Klima allgemeinen Bescheidwissertums, in dem vor allem die Ahnungslosigkeit das Wort führt, je zu verantwortbaren Entscheidungen kommen? Die Zeit drängt, weil es um Menschen geht, aber Hatz ist nicht angesagt.

Aber auch bei vielen anderen Themen ertrage ich es nicht mehr, was ich da lese: Betroffenheit vor Besonnenheit, moralische Selbstrechtfertigung von Zuhören, Schwarz-Weiß vor Differenziertheit - es kann einem als aufrechtem Demokraten Angst und Bange werden um die Beteiligungskultur, die dabei ist, zu einer Geschrei-, Geheul- und Gejammerkultur zu werden. Das meine ich politisch völlig neutral (bzw. ich gebe mich hier "politisch", was ja neuerdings immer parteipolitisch heißt, nicht zu erkennen). Es ist auch egal bei welchem Thema und welcher Ebene: Es herrscht ein Ton der Aufgeregtheit, der früher einmal als sehr unfein galt. Am meisten beunruhigt mich die starke Personalisierung von Debatten, die oft genug schon einen Beigeschmack von "an die Laterne" hat.

Das ist oft schlimmste Sündenbockmentalität.

Nicht jeder, der vor Flüchtlingsunterkünften steht und demonstriert, ist Rassist. Er ist xenophob. Nicht jeder, der Rassist ist, ist auch automatisch Xenophob. Und nicht jeder, der Xenophob ist, ist automatisch ein Dummbatze. Und nicht jeder Dummbatze ist automatisch Xenophob. Xenophobie sitzt tief in uns drin, wie Rassismus auch. Es gilt, die eigene Xenophobie und den eigenen Rassismus wahrzunehmen und sich mit ihm auseinanderzusetzen, damit die Energie nicht anderswo - etwa im Aufstellen von anderen Feindbildern - sich ungefiltert Raum bricht. Das ist die alte Tugend der Besonnenheit, die immer auch mit sich selber rechnet. Besonnenheit ist ein elementares Bildungsziel, denn ohne Besonnenheit ist Gerechtigkeit nicht möglich. Gerechtigkeit ist gerade kein Gefühl, sondern ein Kalkül. Das heißt: Nicht jeder, der sich jetzt auf der Seite des "Guten" positioniert, muss lautere Motive haben, es ist immer auch mit vielerlei Geltungssüchten zu rechnen. Das ist die bittere und unbequeme Kehrseite des Gedankens.

Das bedeutet: es kommt doch darauf an, zu verstehen, was Menschen dazu treibt, abscheuliche Dinge zu tun. Verstehen aber - und das scheint mir ein weit verbreitetes Missverständnis zu sein - heißt noch lange nicht, das Verstandene zu billigen. Gerade wenn ich verstanden habe, warum ein Mensch aggressiv wird, kann ich erst etwas gegen seine Aggression unternehmen - im äußersten Falle auch mit Gegenaggression, obwohl das erfahrungsgemäß nur eine momentane Abhilfe schafft. Wenn einer kein Rassist ist, sondern "nur" xenophob: dann hat es wenig Zweck, ihn als Rassisten zu beschimpfen. Schlimmstenfalls wird er oder sie dadurch erst zu einem. Das ist auch eine Art Tribalisierung, die zu nichts Gutem führt.

Es ist ja keineswegs so, dass die radikalen Kräfte, die jetzt öffentlich werden, nie da waren. Sie hatten nur kein Forum. Es gab einmal eine Kultur der Einhegung radikaler Kräfte, die sie bändigte. Die geht gerade dahin, wenn ich recht sehe. Und das hängt schon mit der ungeregelten, ungezügelten Öffentlichkeit des Internets zusammen. Fragt mich nicht, wie man das ändern kann, sicherlich nicht mit Zensur. Aber mit so etwa wie entwaffnender Sanftmut (dem Gegenteil von Gewalt!) und entschiedenem Auftreten. Das hat sich auf Dauer immer als stärker erwiesen. Es geht um die Bekämpfung von Angst.

Und nicht jede Politikerin, die sich ungeschickt äußert, ist auch zugleich eine ungeschickte Akteurin. Und nicht jede Politikerin, die auf dem öffentlichen Klavier zu spielen versteht, muss auch eine gute Akteurin sein. Es beunruhigt mich, dass nur noch in Statements geredet wird. Das ist billig, und schlimmstenfalls sogar wohlfeil. Eine halbwegs funktionierenden Gesellschaft wird nicht aus Schurken und Helden bestehen, sondern aus unterschiedlich stark interessierten, unterschiedlich stark engagierten, unterschiedlich stark talentierten Menschen. Der Held von heute kann leicht der Lügner von morgen sein, die Mahnerin von heute die Heldin von morgen. Entscheidend ist doch, dass etwas geschieht, und es ist oft und gerade in Hochstressituationen wie der momentan ganz überraschend, welche Lösungen funktionieren und welche nicht (oft genug sind es die, im im ersten Moment richtig gut aussehen, die einer längeren Zeit nicht standhalten). Die Würde des Menschen besteht zu nicht geringem Teil in seiner Fähigkeit, einen Schritt zurückzutreten, innezuhalten und Situationen zu analysieren und zu bewerten. Und nicht jede Einsicht ist nur in Hauptsätzen zu formulieren. Gelegentlich braucht es doch eines Nebensatzes, um einen Sachverhalt angemessen zu beschreiben. Aber Nebensätze haben es im Moment wirklich schwer.

Das einzige Mittel heißt Reden, das ist der Kern demokratischer Politik. Reden braucht Zeit. Und Raum. Und so etwas wie einen Hintergrund der Stille.

Nicht jeder, der tiefe Betroffenheit artikuliert, muss ein empathischer Mensch sein, und nicht jeder, der nicht in der Lage ist, Gefühle zu äußern, schon ein gefühlloser Klotz. Nicht jeder, der keine Meinung äußert, muss deswegen auch keine haben, und nicht jeder, der eine Meinung äußert, muss deshalb schon eine haben. Demokratie lebt von der mittleren Temperatur, lebt vom Kompromiss, lebt von Toleranz (die gerade beim Ertragenkönnen des Unerträglichen auf die Probe gestellt wird) und auch von Delegation!

Nicht jeder, der hierher kommt, tut es aus "lauteren Motiven" (und was sollen das für welche sein - selbst ein ausgemachter Gauner will erst einmal überleben), und nicht jeder, der aus "unlauteren" Motiven hierher kommt, muss deshalb auch schon künftig unlauter handeln. Wer hierher kommt, tut es, weil er es dort, wo er herkommt, nicht mehr aushält. Das ist ein starkes Motiv, das es ernstzunehmen gilt, und die Frage ist doch nicht, warum er dort weggegangen ist, sondern warum er hierher kommt und was er hier erwartet. Da liegt noch eine unentschärfte Bombe auf dem Grund des Themas, über das erstaunlich wenig geredet wird.

Werden wir hier am Ende von unserem eigenen Selbstbild als Supergesellschaft eingeholt, das geeignet ist, illusionäre Erwartungen zu wecken?

Die Täter-Opfer-Differenz funktioniert in derart komplexen Situation nicht (das heißt: sie funktioniert eigentlich nie - das sollte eine Grundeinsicht protestantischer, wenn nicht sogar christlicher Theologie sein - aber das ist ein anderes Thema, das einer differenzierteren Behandlung würdig ist). Und das gilt für fast alle Themen, die im Moment "oben" liegen (Stromtrassen, assistierter Suizid, Energiewende etc). Es ist eine Grundübung verantwortlichen Denkens, alles, was man über andere sagt, zuerst auf sich selbst anzuwenden - das ist fast schon ein Wahrheitskriterium, zumindest ein Wahrhaftigkeitskriterium.

Das Internet zeigt sich im Moment als eine kollektive Erregungsmaschine, die der politischen Kultur wenig zuträglich ist. Die Standards kultivierten Meinungsaustausches, eingehegt in demokratische Rituale, die aggressionshemmend wirken, gehen gerade etwas verloren. Ich weiß nicht, wie man sie zurückgewinnen kann. Ich weiß nur, dass mich all das, was ich gerade so lese, regelrecht von innern heraus vergiftet und ein odium humanis generis (einen Hass auf das Menschengeschlecht) in mir erzeugt, von dem mir schwindelig wird. Das empfinde ich als ziemlich bedrohlich.

Als Theologe, als Christ, rechne ich doch damit, dass der Mensch ein zutiefst beschädigtes Wesen ist (was klassisch mit dem Begriff "Sünde" beschrieben wurde). Nichts Böses kann mich überraschen, alles Gute kann mich zutiefst erfreuen. Sünde meint den Verlust von Wahrnehmungs- und Handlungssicherheit, der verbunden ist und erzeugt wird gerade durch das, was uns als Menschen auszeichnet: Bewusstsein, zum dem auch das Wissen um den Tod - und also die Kostbarkeit des Lebens - gehört. Wir können Gut und Böse unterscheiden, wir können uns nur leider der Unterscheidung nicht sicher sein, und noch weniger können wir direkt aus dem heraus, was wir meinen erkannt zu haben, auch handeln, und selbst wenn, kann das immer noch falsch sein. Mit anderen Worten: Rassismus, Xenophobie, Homophobie, ja jede Form von "Phobie", aber auch Leichtfertigkeit in Wort und Tat, Ignoranz und Intoleranz sind nicht selber Sünde, sondern ihre Wirkungen. Klassisch wurde das im Katalog der sieben "Todsünden" beschrieben, wobei das Wort "Todsünde" ein krasses Missverständnis ist. Es wäre besser von den sieben Wirkungen der Sünde zu sprechen. Karl Barth hat sie auf drei reduziert, ich finde das nach wie vor sehr tauglich: Trägheit, Hochmut, Lüge. Sie liegen auf dem Boden der beschädigten Humanität (ob man das nun mythologisch oder psychologisch versteht, ist fast egal. Ihre Wurzel heißt Angst. Dazu gehört übrigens auch die Angst, das Gute zu verfehlen und, vor welcher Instanz auch immer, verworfen zu werden - ein Motiv, da hinter vielen sogenannten guten Taten steht.).

Daher muss man vorsichtig sein, sie einfach zu diffamieren. Man muss sie in ihrer perversen Menschlichkeit ernst nehmen, als das, was sie sind: Ausdruck unserer tiefen Verunsicherung. Gegen die Sünde aber hilft nicht Gerechtigkeit und auch nicht Strafe, sondern Gnade.

Gnade, die Menschen gerade darin ernst nimmt, dass sie nicht völlig ernst zu nehmen sind, selbst dann, wenn sie meinen, Gutes zu tun und allemal, wenn sie Böses tun (am Ende verschwimmen diese dualen Kategorien wie die Täter-Opfer Dualität. Sie sind Denkfallen).

So wie die "Phobien" nicht selber die Sünde sind, sondern ihre Wirkung, so ist Gerechtigkeit noch nicht selber Gnade (sie kann sogar extrem ungnädig sein), sondern erst dann, wenn sie mit Barmherzigkeit verbunden wird. Darauf will Jesus mit seinen Gleichnissen letztlich hinaus: den Menschen mit gnädigen Augen ansehen. Und das heißt: Besonnen. Nicht einmal die Pharisäer werden diffamiert, sondern argumentativ in Bewegung gebracht, gelegentlich sehr scharf. Vergebung meint nicht: alles halb so schlimm, sondern: Es ist schlimm, lasst uns bessere Wege finden. Die Situation der fliehenden Menschen ist eine kollektive Herausforderung, sie ist auch eine Überforderung. Lasst uns reden. Und wenn Reden nicht geht: dann müssen die, die schon so zerstört sind, dass sie nicht reden können oder wollen, eingehegt werden, aber nicht diffamiert, bloßgestellt oder blamiert. Das schafft nur neuen Unfrieden. Gegen Grölen hilft nicht Nölen, sondern unbeirrt den Weg des Machbaren gehen. Um das Gute muss immer geworben werden, es versteht sich nicht von selbst, von selbst verstehen sich immer Gewalt und Ausgrenzung. Und die Schwachen müssen geschützt werden: die einen vor sich selber, die anderen vor den anderen. Das wäre eine politische Kultur, die dem Evangelium angemessen ist. Davon sehe ich im Moment sehr wenig, ich sehe aber viel Polarisierung, Vereinfachung und in der Folge schlichte Polemik. Das ist für einen demokratischen Staat tödlich.

Das ist ein komplizierter Gedanke. Das Evangelium mutet uns zu, niemals den einfachen Weg zu gehen, sondern Komplexität zu ertragen und auszuhalten. Im Gleichnis vom verlorenen Sohn gibt es nicht nur den glücklichen Heimkehrer, es gibt auch den zutiefst von der Gnade verletzten älteren Bruder. Hat er Unrecht? Er wird auch eingeladen. Im Alten Testament wird vor Fremdenfeindlichkeit gewarnt - es stehen aber auch unerträglich feindselige Sätze darin. Es taugt nicht als Quelle des Rechtes, weder so noch so. Das Kriterium des Guten ist die Barmherzigkeit, nicht der Wortlaut irgendeines religiösen Gesetzes, das aus dem Zusammenhang gerissen wird (gilt auch für Sexualität und den Umgang mit Schöpfungsgaben usw.). Geschrei aber ist niemals barmherzig. Am Ende aller Komplexität stehen ganz einfache Handlungen; Hungrigen zu essen geben, Durstige tränken, Nackte kleiden (Mt. 25). Das muss organisiert werden.

Da könnten kirchliche Verlautbarungen sehr viel einfacher und klarer sein: denn die Werke der Barmherzigkeit gelten allen Menschen, voraussetzungslos. Darin ist die Gnade gerecht; in ihrer Voraussetzungslosigkeit. Und darin ist sie auch radikal. Und offensichtlich unzeitgemäß.


Mit anderen Worten: Ich halte mich von dem vorerst fern. Der Elfenbeinturm ist gerade meine Rettungsinsel. Ich muss in einem lärmfreien Raum nachdenken. Das Allerschwerste ist ja bekanntlich, den Weg zu etwas Einfachem zu finden. Noch habe ich ja Urlaub, den ich mir offensichtlich in noch einem viel existentielleren Sinne nehmen muss, als bisher gedacht. Mein Geist ist erschöpft.

Das Gebet hat sich da sehr bewährt. Und die Stille. Und das Schweigen (das man nicht mit Verstummen verwechseln sollte). Mein Konfirmationsspruch hat mich da sehr geprägt: Ich lebe, und ihr sollt auch leben Joh 14,19. Ich weiß im Moment nur nicht, was er konkret bedeutet, außer, dass wir das einfach Menschliche tun müssen: anderen das Leben gönnen.

Ich bin, ehrlich gesagt, gegenüber Menschen, die nicht gönnen können, noch ratloser als gegenüber Menschen, die Komplexität verweigern. Mit beiden haben wir es, wenn ich es recht sehe, im Moment zu tun. Im reichsten Land der Welt macht sich eine merkwürdige geistige, wahrscheinlich sogar geistliche Armut breit. Das bekümmert mich sehr.

Sonntag, 2. August 2015

Vier Hochzeit und eine Traumreise

Nachdem ich auf Twitter heute Nachmittag - meiner Lieblingsbeschäftigung Extremcouching&Trashfernsehen nachgehend - ziemlich rumgepestet habe, jetzt doch noch ein paar zusammenhängende Gedanken.

Das Format ist eine von diesen typischen, in ihrem Fake-Charakter schwer zu durchschauenden "Dokus" vom Typ "Bewertungsshow," ein Casting-Show-Klon.
http://www.vox.de/cms/sendungen/4-hochzeiten-und-traumreise.html

Vier Frauen (die Männer kommen faktisch kaum vor) bewerten gegenseitig ihre Hochzeitsvorbereitungen sowie die Durchführung, kommentiert von einem professionellen Wedding-Planer namens "Froonk", der trotz des bescheuerten Namens ganz vernünftig (innerhalb des Bezugsrahmens!) argumentiert. Im Wesentlichen sieht man immer, worum es geht, also Kleiderkaufen, Location aussuchen, Essen zusammenstellen etc. Das ganze unter dem "Der wichtigste Tag in meinem Leben" -Hype-Optimierungsdruck. Die vier Frauen bewerten sich dann gegenseitig, und zwar mit Kommentaren, bei denen ich mir sicher bin, dass sie in zwanzig Jahren auf der Stelle sterben wollen, wenn sie sie wieder sehen. Oder ihre Kinder.

Der Aufwand ist gigantisch, der Stress atemberaubend. Selbst wenn es fast vollständig geskriptet sein sollte - man bekommt als Geistlicher doch einen tiefen Einblick in das, was sich so um die 40 Minuten herum, die wir dabei (wenn überhaupt) eine Rolle spielen, abspielt. Daher finde ich: Pflichtfernsehen für alle, die den schwarzen Kittel tragen. Es trägt zur Ernüchterung einerseits, zu einer tiefen Einsicht andererseits bei: Ich fürchte, das, was wir da tun, wird sehr anders wahrgenommen, als wir es wahrnehmen. Gerade wenn es geskriptet ist, ist es ja stilisiert, und gute Stilisierungen sind ja oft wahrer als die Realität. Es ist sehr interessant, zu hören, was bei einer Hochzeit eine Rolle spielt - es sind vor allem die "Emotionen", die sich als "romantisch", "rührend", "cool" oder irgendwie sensationell anfühlen müssen. Inhalte spielen faktisch keine Rolle, der Rahmen ist der Sinn (im Grunde radikale Postmoderne). Wenn man jetzt davon ausgeht, dass die Inszenierung etwas über Hoffnungen, Wünsche und Perspektiven ausdrückt, dann ist es kein Wunder, dass so viele Ehen auseinandergehen. Das kann nicht funktionieren: Wenn die Farbe eines Rettungsbootes wichtiger ist als seine Funktion.....


Was mich aber vor allem bewegt: was das für ein Geld und eine Energie kostet. Was wird hier ein Bild von Gelingen kommuniziert?
Das wirklich Fatale daran ist, dass die Sendung untergründig genau das vorführt. Es ist also eine Art Meta-Schadenfreude im Spiel, die jedenfalls bei mir heftiges Fremdschämen auslöst. Das hat schon etwas Zynisches, wie es diesen geskripteten Dokus ja generell anhaftet.

Ich kann mir vorstellen, dass junge Frauen, die das sehen, um zu sehen, wie es geht, dem doppelten Schauer des blanken Neides und zugleich der Häme ausgesetzt sind: So bescheuert wie die will ich nicht sein, was am Ende natürlich eine noch viel bescheuertere Haltung ist. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man hier zu einer zweiten Naivität gelangen kann, der Stachel bleibt.

Ich verhehle nicht, dass ich in den langen Jahren meines Pfarramtes immer wieder Trauungen erlebt habe, wo mich genau dieses Gefühl beschlichen hat. Ich habe oft in den Vorgesprächen - natürlich vorsichtig, einfühlsam und argumentativ - versucht, das ein oder andere etwas niedriger zu hängen. Vor allem dieses seltsame Ritual dass der Brautvater die Braut zum Altar führt - das mag in Ländern meinetwegen noch gehen, wo die Braut wirklich eine Braut ist, weil die kirchliche Trauung dort zugleich die rechtliche ist.

Aber wenn sie vor uns stehen, sind sie schon verheiratet! Was ist das dann für ein Signal, wenn der Bräutigam wie einst bei den Römern die Gattin aus der Hand des Vaters empfängt (e manu cipere: Emanzipation!)? Das kann ich kaum ertragen. Was für ein Traum wird da geträumt? Hallo? Aufwachen, 21. Jahrhundert! Und andersherum: Was bedeutet es für die Erwartungen an das zentrale Ritual? Verbirgt sich dahinter, und das wäre ja doch mal spannend zu wissen, die Vorstellung, dass die "kirchliche Trauung" (die es ja strengenommen im Protestantismus gar nicht gibt) die "richtige" ist? Das fatale daran wäre, dass der schiere juristische Vertragscharakter, also die gesellschaftliche Verankerung der Trauung, in ihrer Bedeutung nicht wahrgenommen wird. Viel Spaß dann noch!

Wenn die alte Regel gilt, dass ein Ritual um so aufgeblasener ist, je weniger es bedeutet, dann wird hier ein Bild von Ehe, Heirat und Partnerschaft vermittelt, dass einem schon Sorge machen kann.

Mal ganz abgesehen davon, dass so manches, was man da zu hören und zu sehen bekommt, aus professioneller Sicht allenfalls zweitklassig ist.

Ich habe damit übrigens auch schon zu tun gehabt. Gelegentlich sind ja auch kirchliche Trauungen dabei, und dafür gibt es einen Vertrag, und da muss die Rechtsabteilung ran. Immerhin: hier waltet die Zurückhaltung, die Event-Herrschaft der Kirchengemeinde und der Amtsgeschwister wird schon gewahrt. Aber dennoch: Ich würde jedes Brautpaar davor warnen, sich darauf einzulassen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dieser Fake nicht doch eine Spätwirkung erzeugt, eine Art Post-Event-Störung. Denn über den Schnitt und die Stimme aus dem Off haben die Beteiligten keine Herrschaft - und das ist oft jenseits der Grenze. Denn was hier vollständig verloren geht, ist das, was für mich eigentlich gerade bei der Ehe und der Trauung im Vordergrund steht: Intimität. Hier ist man für 15 Minuten berühmt und dem Preis eines lebenslangen Schadens. Zumindest die Potenz hat es, und ich denke, ich werde darauf künftig noch stärker achten.

Es lohnt sich, Trashfernsehen zu gucken: ich finde, dass kann man in unserem Beruf getrost auf die Arbeitszeit anrechnen. Die Ehen, die uns da gezeigt werden, haben mit dem, was in unseren Agenden steht, wenig zu tun. Es ist ein Balanceakt wie bei kaum einer anderen Kasualie. Wir sollten das ernst nehmen. Denn alle Kasualien sind für die Teilnehmer klassische "once in my life" Erlebnisse. Es hat keinen Sinn, diese Entwicklung zu "bashen" und sich mit pastoralem Hochmut darüber hinwegzusetzen oder mit noch schlimmerem pastoralen Zynismus dem Affen auch noch Zucker zu geben. Aber wir haben die einmalige Chance, in den 40 Minuten einen Akzent zu setzen, der offensichtlich immer mehr aus dem Blick gerät: Der Segen - der genau dann wichtig wird, wenn es ins Ungewisse geht. Der schmale Grat zwischen Ernsthaftigkeit und Comedy, der ohnehin jedem Ritual anhaftet, ist bei der Trauung noch schmaler geworden.
Oder werde ich langsam alt und grantig?